Ostsee-Fahrt des Integrationshortes

In der ersten Augustwoche 2017 veranstaltete der Integrationshort der Montessori-Schule eine gruppenübergreifende Ferienmaßnahme auf der Halbinsel Darß an der Ostsee. 17 Kinder und Jugendliche aus den Grundschul-Hortgruppen sowie der Jugendgruppe nahmen daran teil. Betreut wurden sie von Jutta Horsch (Jugendgruppe), Galina Raspopov, Sabrina Appel und Helmut Welser (Grundschulhort).

 

Wir starteten am Montag mit dem ICE in Richtung Hamburg und düsten teilweise mit über 200 km/h durch Deutschland. Für einige Kinder und auch Erwachsene war es die erste Fahrt mit einem ICE. Nach dem Umsteigen in Hamburg kamen wir am Spätnachmittag in Ribnitz-Damgarten an und mussten noch mit dem Bus bis zur Jugendherberge Born-Ibenhorst mitten im Nationalpark Boddenlandschaft fahren. Dort angekommen, gingen wir gleich in den Speisesaal zum Essen, da das Küchenpersonal schon auf uns wartete. Anschließend bezogen wir unsere Zimmer und erkundeten das Gelände mitten im Wald.

Da wir nur an den ersten beiden Tagen einen Bus zur Verfügung hatten, unternahmen wir am folgenden Morgen gleich unseren ersten Ausflug nach Stralsund in das Ozeaneum. Wir hatten eine Führung gebucht und eine fachkundige nette Dame zeigte uns ca. eineinhalb Stunden die „Highligths“ der Unterwasserwelt. Am beeindruckendsten war natürlich ein riesiges Aquarium, in welchem sogar ein Hai schwamm und andere kleinere Aquarien, unter denen man hindurchgehen konnte. Auch über die Entstehung und Vielfalt der Fischarten und Meeressäugetiere wurden wir sehr kindgerecht informiert. Anschließend schlenderten wir noch am Hafen entlang und ein Teil der Gruppe besichtigte das Schulsegelschiff „Gorch Fock“.

Am nächsten Tag stand ein Ausflug nach Rostock in den Zoo (Europas bester!) an. Auch hier erhielten wir wieder eine Führung, diesmal von einer Frau, die uns dermaßen witzig und mit zahlreichen Späßen durch den Zoo führte, dass wir sehr beeindruckt waren, wie viel Spaß ein Zoo-Besuch machen kann. Abgerundet wurde der Rundgang durch einen Besuch im Darwineum:  hier wurden wir informiert über die Entstehung der einzelnen Tierarten und vor allem darüber, dass sich alle Tiere aus  den gleichen Mikroorganismen entwickelten. Abschließen besichtigten wir das Gehege der Gorillas und waren sehr beeindruckt von der Größe und Stattlichkeit dieser Tiere. 

Nach so viel „Kultur“ war endlich Zeit zur Erholung – heute wollten wir unbedingt zum Strand ans Meer. Unsere Jugendherberge lag ungefähr 2,5 Km vom Strand entfernt. Wir packten unsere Sachen und gingen den ganzen Weg durch einen urwüchsigen Wald – dem Naturpark Darßer Wald. In der Herberge hatte man uns gesagt, dass wir nicht vom Waldweg seitwärts in die Farne abkommen sollten, denn dort war alles voller Zecken. So blieben wir auf dem Weg und erreichten schließlich die Düne. Wir suchten uns im feinen Sand einen geeigneten Platz und los ging es zum Burgen-Bauen und  Plantschen am Wasser. Die Kinder hatten einen Mords-Spaß und im Nu war es Spätnachmittag – Zeit zum Rückweg in die Herberge. 

Im Verlauf der restlichen Woche erkundeten wir die nähere Umgebung mit den Orten Prerow (mit den Fahrrädern) und Born (lange Wanderung durch den Darßer Wald). Ansonsten genossen wir den Strand und das (nicht allzu warme Wasser!) der Ostsee. Begleitet wurden wir außerdem noch von einem Hortkind und seinem Vater, welche in einer nahegelegenen Ferienwohnung Urlaub machten. Schweren Herzens packten wir am Sonntag unsere Koffer und machten uns am Montag nach dem Frühstück wieder mit dem Zug auf den Weg von Ribnitz-Damgarten nach Hamburg.  

Nach kurzer Fahrt hielt der Zug plötzlich mitten auf der Strecke an und nach einiger Zeit teilte uns eine Bahn-Sprecherin mit, dass aufgrund eines technischen Defekts der Zug nicht mehr weiterfährt und man versuchen wird, den Schaden so bald wie möglich zu beheben. Aus dem So-bald-wie-möglich wurden am Ende 2 ½ Stunden (!). Wir wurden mit einer Diesel-Lock zurück in den letzten Bahnhof gezogen und von dort aus ging es per Bus weiter nach Hamburg. Unseren Anschlusszug hatten wir natürlich verpasst und kamen erst um ca. 19.00 Uhr von Hamburg weg.  Um 23.30 Uhr (!) erreichten wir schließlich Nürnberg, wo der ICE endete. Im Zug hatten wir dementsprechend schon die meisten Eltern angerufen, mit der Bitte, ihre Kinder in Nürnberg abzuholen. So waren bei unserer Ankunft fast alle Eltern schon anwesend und fuhren uns alle nach Hause.

An dieser Stelle nochmals ein dickes Lob an alle beteiligten Eltern, dass sie so schnell und spontan reagierten und am späten Abend noch nach Nürnberg fuhren!  

Abschließend sei an dieser Stelle angemerkt, dass es eine sehr beeindruckende Erfahrung war, dass sich jüngere Kinder aus dem Grundschulhort und ältere Jugendliche aus der Jugendgruppe so toll verstanden und sich im Laufe der Woche eine so harmonische Gruppendynamik entwickelte. Nach dieser überaus positiven Erfahrung werden wir im nächsten Jahr sicherlich wieder eine solche Fahrt unternehmen!

 

 

H. Welser