5. Klässler des Gymnasiums berichten aus dem Homeschooling

In der 5. Klasse unseres Montessori-Gymnasiums steht gerade das sogenannte Plusquamperfekt (Vorvergangenheit) auf dem Plan. Die Erinnerungen an die Zeit vor dem Lockdown sind bestens geeignet für entsprechende Übungsaufgaben.

Nur zu gerne erinnern sich die Schülerinnen und Schüler an die Zeit, in der sie sich alle erst einmal kennenlernten - zum Start am Gymnasium, der auch der Start des Gymnasiums an unserer Montessorischule war. Alles war neu und dann kam der Lockdown und mit ihm das Homeschooling. Umso schöner ist es nun, da seit Wochen die Kontakte zu den neuen Schulfreundinnen- und freunden fehlen, sich an die gemeinsame Zeit zu erinnern, in der die Kinder unter anderem einen Apfelbaum pflanzten und einen Ausflug in den Wald unternahmen. 

Lehrerin Astrid Leidl: “Die beiden Themen bieten sich perfekt an, von etwas Erlebtem in der Vergangenheit sachlich und genau zu berichten und das Interesse des Lesers zu wecken. Dazu noch die Grammatik der Vorvergangenheit richtig anzuwenden, das war das Ziel der Übung. Gleichzeitig ist es schön, sich während der Wochen im Online-Unterricht an Aktionen zu erinnern, die vor dem Lockdown noch möglich waren und das Schulleben unvergesslich machen”.

Ein Bericht von Merlin: 

Wandertag mit Baumfällen im Wald
Am 25.11.2020 hatte die Klasse 5a Gym Wandertag in einen Wald. Unser Ziel: Einen etwa hundert Jahre alten Baum fällen.

Als wir im Wald ankamen, gingen wir zunächst eine Runde spazieren. Die beiden Förster (Freunde unserer Lehrerin), die uns begleiteten, zeigten und erklärten uns viele Sachen. So erfuhren wir zum Beispiel, wie man anhand von verschiedenen Ast-Etagen erkennen kann, wie alt ein Baum ist. Nun kamen wir an unserem Zielbaum an und durften erst einmal versuchen, den Baum mit einer alten Zweimann-Zugsäge anzuschneiden. Als uns die Puste ausging, holten die beiden Förster Martin Dick und Josef Kettner einen Keil, eine Axt und zwei Kettensägen. Als erstes schnitten sie die aus dem Boden stehenden Hauptwurzeln ab und machten einen zweiten Anschnitt. In diesen schlug Martin den Keil mit der Rückseite der Axt ein und sägte an beiden Seiten des Keils noch einmal tiefer in den Stamm. Noch ein paar letzte Schläge mit der Axt, und der Baum kippte um. Nach diesem spannenden Ereignis, das wir aus sicherem Abstand beobachtet hatten, durften wir auf dem umgefallenen Stamm uns mit unserer mitgebrachten Brotzeit stärken. Diese brauchten wir auch, denn nachdem Josef Kettner mit der Kettensäge den Baum auf einer Seite entastet hatte, mussten wir ihn mit zwei Haken drehen, damit Josef auch an die andere Seite heran kam. Nachdem er damit fertig war, konnten wir ausprobieren, den Baum mit dem Schäleisen zu schälen. Dies war ziemlich schwer und erforderte unseren vollen Einsatz. Als Lohn für unsere Arbeit sägte uns Martin einen Stuhl aus dem Stamm, den wir als Erinnerung mit in unser Klassenzimmer nehmen durften.
Zum Abschluss dieses spannenden und ziemlich anstrengenden Tages durften wir sogar eine Holzscheibe unseres selbst gefällten Baumes mit nach Hause nehmen. Das war ein Tag, an dem ich viel über den Wald lernen konnte und an den ich immer noch gerne zurückdenke.