ERASMUS-Aufenthalt in Portugal

Sechs Schüler kehren von ihrem ein-wöchigen Portugal-Austausch zurück und berichten begeistert von ihren Erlebnissen, aber auch von den Tränen, die beim Abschied von den so lieb gewonnen Gastfamilien flossen.

„Wo geht‘s als nächstes hin?“ Diese Frage steht den sechs Schülern ins Gesicht geschrieben. Gerade sind sie aus Portugal zurück und schon möchten sie wieder verreisen. Und das, obwohl die Reise auch mit vielen Anstrengungen verbunden war: Die 11- bis 14-Jährigen konnten sich mit ihren Gastfamilien der Stadt Semancelhe nur auf Englisch unterhalten und den Unterricht mussten sie sich teilweise erschließen, denn der war ja portugiesisch. Sicherlich taten auch einem jeden am Ende eines Tages so richtig die Füße weh. „Die Portugiesen haben sich mächtig ins Zeug gelegt und uns teilweise bis spät nachts ihr Land, die Städte und Museen gezeigt oder uns auf landestypische Feste mitgenommen!“, so die Lehrerin Gertraud Binder-Catana, die die Reise betreute. Aber es war wohl genau das, was alle so begeisterte. Vor allem die unbekannte Vegetation, die historischen Städte, die offene Art der Portugiesen und auch die Flugreise brannten sich in ihre Gedächtnisse. „Für viele war es der erste Flug ihres Lebens – klar, dass das Eindruck macht!“, so Gertraud Binder-Catana.


Gerade für die Jüngste der Gruppe, die 11-Jährige Lara, war dieser Austausch in vieler Hinsicht Neuland. Aber sie ließ sich einfach mitreißen: „Zum Heiligenfest sind wir einen Berg hochgelaufen, von dort aus hat man einen tollen Ausblick gehabt, überall war Musik und es waren so viele Menschen da, die alle mitgemacht, getanzt, Symbole von Maria und Josef getragen oder Musik gemacht haben… sowas habe ich wirklich noch nie gesehen!“, erzählt sie strahlend.

YEMA (Young Europeans on the Move by Active teaching and learning) heißt das Austauschprojekt, das Teil des Erasmus-Programms der Schule ist. Im vergangenen Dezember waren die Schüler und Lehrer bereits in Ljubljana. Die nächste Reise führt sie nach Lettland. Jedoch ohne Schüler, denn sie dient den Lehrern vor allem, um sich mit den anderen Teilnehmern aus ganz Europa über Unterrichtsmodelle und –methoden auszutauschen.