Kreatives Schreiben mit der Klasse 7/8b

Montag Morgen, 1. Stunde. Schreibwerkstatt in der Klasse 7/8b bei Lehrerin Julia Birkl. Hier entstehen jede Woche kreative Texte, immer zu einem anderen Thema.

Eines der letzten Themen: "Corona & Ich". Die Köpfe der Schülerinnen und Schüler rauchten und es entstanden Gedichte, Raps, Märchen, Geschichten.. Ein Sammelsurium, das sich sehen lassen kann. Oder besser gesagt: LESEN lassen. Gerne präsentiert die Klasse hier eine Auswahl:

 

CORONA UND ICH

Ah Corona ich kann dich nicht leiden!
Doch für dieses Gedicht bleib ich mal bescheiden
Mal wirklich warum gehst du nicht einfach Bro
Wenn Leute dich kriegen schreien sie nur “O NO!”

Doch trotzdem bleibst Du weil Du keinen Grund brauchst!
Du bist so ein ***** der auch gerne raucht
Das muss ich jetzt sagen (und da bin ich ehrlich!)
Du machst so viel Müll da wird man nicht fertig

DOCH mach keine Pause denn es ist nicht vorbei!
Ich hab noch viele Zeilen die schlagen dich zu Brei!

Oh… ich habe vergessen
ich kann gar nicht lesen

Doch ein letztes Wort kommt dir noch zu
und ich kanns mir denken, du denkst nur “Oh NE”
Also mach ichs ganz schnell in einem Wort
“GEH”
(Demush)


CORONA UND 2 GEDANKEN

Er: „Ach ich krieg doch kein Corona, ich doch nicht, so viel Pech hab ich nicht, Corona kommt im 21. Jahrhundert plötzlich in die Welt, die meisten sind zurück geschreckt, sie hatten Angst, versteckten sich, in ihren Häusern… tief verkrochen“. Doch er macht sich nichts draus „Corona ist mir egal, es interessiert mich nicht, mich doch nicht, ich lasse mir mein Leben doch nicht bloß wegen einem Virus rauben. Der ja nicht mal richtig erforscht ist, keiner weiß wie gefährlich er dann wirklich ist, wahrscheinlich ist es eh nur fake, so ne dumme Masche, Hände desinfizieren?!, Abstand halten?! Maske tragen?! Wodurch man abgesehen davon nicht mal richtig atmen kann?! Meiner Meinung nach zu viel verlangt. Die Regeln sind mir egal, mir ganz ehrlich völlig egal! Ich umarme trotzdem jeden, treffe mich jeden Tag mit jemand anderem, vielleicht mach ich aus Provokation sogar noch zusätzlich eine Party, nur so mit um die 100 Menschen. Auf jeden Fall ist mein Flug eh schon gebucht, ich fliege in den Urlaub! Da sind die eh alle locker. Dort darf man auch viel mehr als hier…".

Doch andere Menschen denken auch andere Dinge wie z.B.: "Klar hätten wir gern den Alltag zurück, so wie es halt vor Corona war, doch das geht nunmal derzeit nicht! Wenn wir alle uns jetzt richtig verhalten, uns an die Regeln halten, einfach mal vernünftig verhalten, nunmal nicht mit Freunden treffen, dieses Jahr einmal nicht in den Urlaub fahren, lieber nur mit einem Freund treffen & sich sonst isolieren. Dann werden wir zwar ein paar Jahre verlieren, aber dafür wird alles wieder möglichst normal sein, so wie vor Corona… denn wenn nicht, wenn wir jetzt nicht vernünftig werden, wird Corona uns für immer am Hals hängen,… und das wollen wir ja alle nicht!" 
(Hannah)

 

CORONA UND ICH

Corona ist so eine Sache, die uns alle irgendwie nervt. Aber ich find mich ganz gut ab damit immer alleine zuhause zu sitzen. Ehrlich gesagt ist mir Onlineunterricht lieber als dass ich in die Schule gehen muss.
Es ist zwar etwas schwer sich richtig zu organisieren und darum verwechsle ich auch viele Dinge oder vergesse sie. 
Aber im Großen und Ganzen ist für mich Onlineunterricht viel besser. Aber jetzt mal zu den Masken. Ich bin kein großer Maskenfan. Hätte ich keine Brille, dann wär mir die Maske immer echt egal.
Aber durch die Maske beschlägt meine Brille immer beim Atmen und alle sagen immer, dass ich ja dieses Metallrohr fester an mein Gesicht ran machen muss, dann geht es.
Nein. Und das können mir auch noch 1000 andere Personen sagen und es wird deswegen trotzdem nicht funktionieren. Das Rohr dimmt nämlich nie die ganze Haut zwischen Mund und Augen. Aber manchmal ging es, dass meine Brille nur so sehr beschlagen hat, dass ich fast alles noch gut erkennen konnte. 
Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass ich sehr gut mit Corona klar komme.
(Vincent)

 

CORONA UND ICH

Corona ist so eine Sache,
es fühlt sich an wie eine Rache.
Vor einem Jahr fing das Ganze an
jetzt geht das schon ganz schön lang.
Am Anfang war es noch ganz lustig.
Jetzt ist's klar, wir bleiben dusslig.
Ich habe keine Lust mehr,
das ist doch alles gar nicht fair.
Meine Freunde sehe ich nur online.
Zum Glück aber nicht die Skyline.
Der Ausblick aus meinem Fenster
interessiert mich immer seltener.
Jeden Tag in den gleichen Klamotten
Die Anderen verrotten.
Morgens um acht
Fühlt es sich an wie Nacht.
Aber man kann nichts machen
Außer drüber lachen.
Die Maske aber bitte tragen,
ansonsten wird Corona uns noch lange plagen!
(Charlotte)

 

Wir freuen uns, dass die Schülerinnen und Schüler uns an ihrer Gedankenwelt teilhaben lassen und empfehlen der bzw. dem ein oder anderen die Teilnahme an einem Poetry Slam!