Montessorischule empfängt ukrainische Kinder

Schüler:innen der Klasse 5/6 unserer Schule haben in dieser Woche zwei Kinder aus der Ukraine in Empfang genommen. Mit viel Herzlichkeit und Einfühlungsvermögen möchten die Schüler:innen und Lehrkräfte den Neulingen nun ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Untergebracht ist das Mädchen, 12 Jahre, mit ihrer Mutter bei einer Lehrerin der Montessorischule. Auch der 11-jährige Junge und seine 19-jährige Schwester, die ohne Eltern geflohen sind, sind bei einer Mitarbeiterin der Schule untergekommen. “Für die 19-Jährige Schwester haben wir eine Praktikumsstelle geschaffen, so dass auch sie bei uns und natürlich in der Nähe ihres Bruders sein kann, ein wenig abgelenkt ist und Gesellschaft hat”, berichtet Schulleitung Christina Dreinhöfer.

Auch am Nachmittag dürfen die Kinder an der Schule bleiben und das Betreuungsangebot nutzen. Sie fühlen sich dort so wohl, dass sie den nächsten Tag kaum erwarten können. Immerhin das. Ein Lichtblick in ihrer tragischen Geschichte. “Die Kinder machen nun einfach unseren Schulalltag mit. Sie sprechen zwar kein Deutsch. Aber sie versuchen zu kommunizieren, wo es ihnen möglich ist. Wir haben aber auch russischsprachige Schüler und Lehrer und das hilft in vielen Fällen schon weiter. Viel wichtiger als klassischer Unterricht ist uns für die Kinder derzeit, dass sie zurück in einen Alltag und in eine neue Normalität finden”, so Christina Dreinhöfer. Darüber hinaus bekommen die Schüler:innen die Möglichkeit, durch ein DaZ-Programm (DaZ = Deutsch als Zweitsprache) deutsch zu lernen. 

Die Unterstützung von allen Seiten ist immens. “Eltern brachten uns unter anderem Schul- und Sportsachen, so dass unsere Neulinge gleich gut ausgestattet waren. Auf jeden Fall wollen wir es für die Kinder aber langsam angehen lassen. Die Wochen waren eine unglaubliche Belastung für sie, die Tage in Deutschland voller neuer Eindrücke”, berichtet Christina Dreinhöfer.

Kommende Woche gibt es weiteren Zuwachs in der 9. Klasse: Ein Mädchen und ein Junge, beide 15 Jahre alt, besuchen dann die Mittelschule. Auch jüngere Kinder sind herzlich willkommen. Die Grundschule darf in den nächsten Tagen einen Jungen aufnehmen, der seit kurzem mit seiner Mutter ebenfalls bei einer Lehrkraft der Montessorischule wohnt.