Neuntklässler experimentieren mit Kieselgel

Eigentlich stecken die Neuntklässler unserer Montessorischule gerade mitten in den Vorbereitungen zu den Qualiprüfungen. Aber, was muss das muss. Und letztens musste ganz unbedingt das sogenannte Kieselgel untersucht werden.

Dabei handelt es sich um die kleinen Kügelchen, die, in einem Tütchen verschlossen, vielen Verpackungen beiliegen. So auch den Corona-Schnelltests, die unsere Neuntklässler derzeit regelmäßig nutzen, wenn sie zur Schule kommen.  

Schüler Reber schrieb dazu folgenden Text: 
“Jede Woche müssen wir uns 3 mal testen und immer wieder finden wir ein kleines Päckchen mit Kügelchen. Diese Kügelchen zeigen uns ja, ob Feuchtigkeit in den Test eingedrungen ist. Sie sind weiß und orange. Doch was passiert, wenn sie nass werden? Also haben wir das mal ausprobiert und da wir ja momentan im PCB Raum Unterricht haben, sollten wir auch mal experimentieren :) Wir haben die Kügelchen gesammelt und in ein Glas gefüllt. Wasser dazu geschüttet färbten sich die orangen Kügelchen ruck zuck blau, die weißen blieben zum Großteil weiß, ein Anteil färbte sich ebenfalls blau. Im Glas hat es ein wenig geprickelt! Zugegeben, vielleicht sind wir dafür schon zu alt, aber ein bisschen Spaß muss sein.”

Übrigens: Das Kieselgel ist ungiftig und ein kleiner Haushaltshelfer in vielerlei Hinsicht. Wenn das Smartphone oder ein anderes elektronisches Gerät ins Wasser gefallen ist, kann man es zum Beispiel in einen Behälter mit Reis legen, um die Flüssigkeit aufzusaugen - das gleiche funktioniert auch mit Kieselgel. Nasser Silberschmuck tendiert dazu, sich schwarz zu verfärben. Das verhindert man, indem man schon vorher etwas Kieselgel mit in die Schatulle legt. Wer auf dem Dachboden oder im Keller verstaute Bücher oder Fotoalben vor Feuchtigkeit schützen will, kann ein paar Tütchen Kieselgel in die Kartons packen. Selbst Schimmel und seltsame Gerüche haben dann keine Chance.

Es rentiert sich also die Päckchen aufzuheben und weiterzunutzen. Oder eben ein wenig damit zu experimentieren. Nur essen sollte man sie nicht, sie sind zwar ungiftig, trotzdem können in den Tütchen Zusätze enthalten sein.