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Schülerin Luana beim Forscherinnen-Camp 2026

Stell dir vor, du stehst auf einem Testgelände, blickst in den bayerischen Himmel und steuerst Technik, die normalerweise nur Experten zu Gesicht bekommen. Oder du sitzt in einem Bus, der wie von Geisterhand gelenkt durch die Straßen rollt – ohne Fahrer, gesteuert nur von Einsen und Nullen. Klingt nach Science-Fiction? Für Luana Schiechel aus der 10G war das in den Osterferien gelebte Realität!

 

Luana hat sich getraut: Fernab vom klassischen Schulalltag sicherte sie sich einen der begehrten Plätze im „Forscherinnen-Camp“ von Zukunftstechnik Bayern. Gemeinsam mit anderen technikbegeisterten Mädchen aus ganz Bayern tauchte sie eine Woche lang tief in die Welt der Ingenieurswissenschaften ein.

Die Stationen einer Forschungsreise
Das Camp war alles andere als graue Theorie. Nach dem Check-in im Hotel ging es direkt los zu zwei Hochkarätern der bayerischen Technologie-Landschaft:

  1. MBDA Deutschland (Schrobenhausen): Hier drehte sich alles um die Luftfahrt der Zukunft. Luana konnte hautnah erleben, wie Drohnen gesteuert werden und welche komplexe Physik hinter der Flugabwehr und Sicherheitstechnologie steckt. Ein Tag voller Adrenalin und Hochtechnologie!
  2. Technische Hochschule Ingolstadt (THI): Drei Tage lang stand die Mobilität von morgen im Fokus. Ein absolutes Highlight war das Experimentieren mit einem KI-gesteuerten, autonom fahrenden Shuttle-Bus. Luana und ihr Team untersuchten, wie künstliche Intelligenz Sensordaten verarbeitet, um sicher durch den Verkehr zu navigieren.

Technik braucht ein Gewissen: Der Ethik-Check
Doch wer glaubt, es ging nur um Programmierung und Schrauben, der irrt. In einem intensiven Workshop setzten sich die Teilnehmerinnen mit einer der brennendsten Fragen unserer Zeit auseinander: KI-Ethik. Denn Technik ist niemals neutral. Luana und die anderen Forscherinnen diskutierten tiefgründig darüber, wie eine KI entscheiden soll, wenn es im Verkehr brenzlig wird. Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Algorithmus einen Fehler macht? Wie verhindern wir, dass künstliche Intelligenz Vorurteile übernimmt? Es ging darum, die Balance zwischen technischem Fortschritt und moralischer Verantwortung zu finden. Ein echtes Training für das „ethische Rückgrat“, das in der modernen Forschung unverzichtbar ist.

Warum machen wir das eigentlich?
Wenn wir uns die Welt anschauen, sehen wir: Alles ist Energie, alles ist Information. Aber wie wir diese Ressourcen nutzen und wie wir Maschinen Macht übertragen, das entscheiden die Köpfe von morgen. Luana hat in dieser Woche nicht nur gelernt, wie man Code schreibt oder eine Drohne kalibriert – sie hat erlebt, was es heißt, Verantwortung für die Technik der Zukunft zu übernehmen.

Ein Vorbild für unsere Schule
Wir am Gymnasium sind stolz, eine Schülerin wie Luana in unseren Reihen zu haben, die ihre Freizeit nutzt, um die Grenzen des Wissens zu erweitern und dabei auch die moralischen Fragen nicht ausklammert.

An alle anderen MINT-Interessierten: Schaut euch die Projekte von Zukunftstechnik Bayern an! Die Welt der Physik und Informatik wartet nur darauf, von euch entdeckt und – vor allem – verantwortungsbewusst gestaltet zu werden. Gut gemacht, Luana! Wir brauchen mehr Forscherinnen wie dich!